Stell es ab (Hermes Gottfenster 2)

von epilog am 14. November 2009 um 16:34 | | Kein Kommentar

Stell es ab (Hermes Gottfenster 2)

Kannst du das Bild erkennen schon bevor du es zeichnest?
Dein Stift fährt über das Blatt
dein Blatt der emsigen Hoffnung auf Verständnis
endlich mehr sein, als die eigene Realität
endlich, zwei sein
entzwei deinen Kopf
nimm mich auf
in dich auf und lass mich nie wieder los
aber wahrscheinlich willst du das Selbe von mir und
wirst es niemals kriegen, weil es nicht möglich ist
möglich ist so vieles, wenn wir es uns nur vorstellen
für uns
doch so bleibt es
für uns
falsche Vorstellungen prägen müde Blicke am Telefon
müde Augen- Blicke
müde der Gedankenmacht die erdrückt
stell es ab- stell es ab- stell es ab

den Mond setze ich mir als Helm auf
siehst du wie ich leuchte?
Obwohl du das Licht schon längst ausgeknipst hast
wie es deine Art ist
im Dunkel zu denken
na- wo bleiben sie die guten Gedanken?
Die guten Wünsche fürs neue Jahr hast du doch schon
so lange gefasst für uns und
fast
wurde es wahr
ich schreie vor Glück nur noch stumme Risse in das Pauspapier
über meinen Träumen
fast-
es war zuviel, viel zu viel,
das musst du dir eingestehen
du kannst doch nicht denken, dass ich denke wie du
oder ich, dass du denkst wie ich
überhaupt denken wir zuviel,
denn sobald wir das tun begeben wir uns in unsere
eigene Realität und in der hat man immer Recht,
egal was man tut
ich kann mich immer verstehen und spende mir Trost
und du dich auch
und du dir auch
du bist schon arm, Arme
hast es schwer, schwer
ohne mich, so weit weg,
deshalb musstest du denken,
so naiv, denken das Denken hilft
stell es ab- stell es ab- stell es ab

ich war schon so weit weg mit meinem Blick
ich ballte das Meer in meiner Faust
ich hatte Kontrolle, so einfach, so leicht
nichts war mir zu schwer, leg mir Lasten auf
ich spielte Gedankenspiele mit mir selbst
frag nur wann ich mich trau

ich tanzte auf Wolken Leichtigkeit für mich
deine Worte rissen mich hinaus
wenn jemand Zeit will, dann bin das doch ich
jetzt kommst du und verbrauchst
diese Kraft mit der ich über Gefühlen stand,
Melancholie ist nicht blau, nur grau



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