Limits of control
Gestern habe ich einen Film gesehen.
Einen der mich doch berĂŒhrte, mehr als ich annahm.
Es passierte nichts, Stillleben leben aber eben doch. Und so schön. FĂŒr mich ein Kunstwerk. FĂŒr andere Langeweile. Der Dialog des gesamten Werkes so lang, dass er in einem gewöhnlichen Hollywoodstreifen wohl schon in den ersten 5 Minuten verbraten worden wĂ€re, ohne dabei die Nuancen wahrzunehmen, die Wahrnehmung wird erst durch die Wiederholung geschĂ€rft. Meine jedenfalls. Wahrscheinlich mag ich auch deswegen immer noch Rapmusik am Liebsten.
âTwo seperate cups of espressoâ. Und dann einfach sitzen und schauen. Oder mal ins Museum gehen und schauen. Eben, der Unterschied ist klein, austauschbar, verschwimmt teilweise sogar tatsĂ€chlich. Und so soll das auch sein. Wie die RealitĂ€t, austauschbar. âUse your imaginationâ.
Der erste Dialog sagt mir alles, was ich wissen muss.
Und dann dieser Schluss vor dem Schluss der so schön in der RealitĂ€t abreiĂt, als gĂ€be es gar keine, die schwer bewachte Villa. Politiker treffen sich auch manchmal in Ă€hnlichen. Nur noch schwerer bewacht.
âYou people, with your art, your music, your boheme, your hallucinate drugs, your science…you totally lost contact to reality, you dont know what this world is aboutâ so oder so Ă€hnlich sagt das der Herr zum stummen Hauptdarsteller, so oder so Ă€hnlich hab ich das auch schon gefĂŒhlte tausendmal gehört.
âReality is arbitraryâ, das sollte die Antwort sein. Wir sollten sie austauschen. Imagination und so.
Jim Jamusch Film âLimits of controlâ ist groĂartig, eine poetische Reise, eine wiedermal so radikale Neuinterpreation des hier Thrillers (??), der einen die Ruhe lĂ€sst Bilder und Worte wirklich zu interpretieren, wohl so, dass vielen vieles verborgen bleiben wird. Aber das macht mir nichts. Denn ich fand es schön. Die Ruhe, statt PrasselprĂŒgeln.
Wie das normal so geschieht. Berieselung, Eskapismus, blabla, alles schon gesagt. âUse your imaginationâ.
