Filesharing/Free-Culture
Über den twitternden Misanthrop bin ich gerade auf einen interessanten Artikel über Filesharing und Free-Culture gestoßen. Er beginnt mit einem Zitat von Lessig,was ihn schon sehr sympathisch macht. Lessig ist der Kopf hinter der Creative Commons Lizenz und für mich einer der Vordenker einer neuen, vernetzten Gesellschaft und ihren Funktionen.
Seine Ideen sollten unbedingt eine breitere Öffentlichkeit erreichen und einen Diskurs lostreten. Es ist an der Zeit sich Gedanken zu machen, Energien zu bündeln und die Chancen auszuloten, das Potential zu wecken, dass uns die neuen Technologien bieten. Jedem der sich noch nicht mit dem Herren auseinandergesetzt hat, empfehle ich dringend die Lektüre, zum Beispiel von seinem ersten Buch “Free Culture”.
Auf seiner Homepage kann man dieses und andere Werke kostenlos herunterladen: Lessig
Der Artikel jedenfalls ist lesenswert,wobei er meiner Meinung noch zu sehr darauf fokusiert,dass der Künstler schon selbst damit klar kommen muss, nun eben kein Geld mehr zu erhalten. Die nicht Auschließbarkeit im Konsum ist ein schönes Beispiel und ein interessanter Aspekt, der durch die Verbreitung des Internets bestimmt zutrifft. Es zählt ja allgemein für den Medienbereich und wurde zum Beispiel beim Rundfunk und Print durch die immer stärkere Abhängigkeit von der Ökonomie und Werbegeldern gelöst. Ein Weg für die Musik, versteckte Werbeslogans in Songs? Klingt gut…
Vielmehr muss die durch die Veränderung auftretende Problematik meiner Meinung nach mehr in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext gerückt werden und die Frage entstehen, wie Kunst und eine Free-Culture symbiotisch existieren können. Denn nur weil man bei Musikkonsum der Auschluss von Nicht-Zahlende unmöglich ist, ist der Schluss, dass sie keinen Gegenwert besitzt, ein Trugschluss. Dies impliziert der Artikel allerdings an dieser Stelle. Trotzdem interessant und gut, er geht ja noch weiter.
Jedenfalls mal reinlesen hier: Zukunft der Verwertung
Übrigens ist der Gedanke auch für den Wissenschaftsbereich essentiell. Hier wird er unter dem Label Open Access diskutiert. Aktuell gibt es eine Petition, die sehr unterzeichnungswürdig ist.
Open Access Petition